Teilnehmer #1 Gewinner
Mikey
he/they
Ich bin seit über zehn Jahren Teil der internationalen Rubber-Community – in unterschiedlichen Ländern, Städten und Kontexten. Aufgewachsen im ländlichen Deutschland, habe ich früh gelernt, mich anzupassen und mich eher zurückzunehmen. Über Rubber habe ich etwas anderes gelernt: mich zu zeigen. Nicht als Rolle, sondern als ich selbst.
Rubber ist für mich weit mehr als ein Fetisch oder eine Ästhetik. Latex ist eine zweite Haut – ehrlich, präsent und manchmal unbequem. Sich in Rubber zu zeigen bedeutet für mich auch, verletzlich zu sein und den eigenen Körper anzunehmen, so wie er ist. Dieses Gefühl von „Ich bin hier, ich darf da sein und ich gehöre dazu" verbinde ich bis heute mit der Rubber-Community. Sie war und ist für mich ein Safespace, ein Ort von Freundschaft, Halt und Verantwortung füreinander.
Seit vier Jahren lebe ich in Berlin, und dass es hier nun endlich einen Mister-Rubber-Titel gibt, fühlt sich einfach richtig an. Ich bewerbe mich, weil ich diese Erfahrungen sichtbar weitertragen möchte. Nicht laut und nicht perfekt, sondern präsent, verantwortungsvoll und mit echtem Bezug zur Szene. Kink ist Teil dessen, wer wir sind – und wer wir sein werden. Rubber macht sichtbar, was uns trägt: Selbstannahme, Konsens und Gemeinschaft.